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Städte der Silberküste - Costa da Prata

Diese sind die wichtigsten Städte der Costa da Prata:

Alcobaça
Die eindrucksvolle Zisterzienserabtei Santa Maria wurde 1152 gegründet. Sie ist eines der ersten gotischen Bauwerke, auch wenn die Kirche später mit einer Barockfassade geblendet wurde. Außerdem wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturgut erklärt.
Das Kloster ist ein beeindruckendes Bauwerk mit prachtvollen Sälen und Kreuzgängen, einer eigentümlichen Küche mit gewaltigen Kaminen und einem Fischbecken, das durch einen durchfließenden Bach gespeist wird. Es bildet einen interessanten Gegensatz zu der schlichten Kirche, in der König Dom Pedro und Dona Ines de Castro begraben liegen. Die gotischen Prunksarkopharge stehen sich unmittelbar gegenüber, so dass sich die beiden Liebenden bei der Auferstehung am Tag des jüngsten Gerichts direkt in die Augen sehen können.
Sehenswerte Kirchen sind die Miscericordia-Kirche mit einem Renaissance-Portal und Kacheln aus dem 17. Jahrhundert und da Conceicao aus dem 17. Jahrhundert.

Aveiro
Heute ist die ruhige Stadt Aveiro, die einst ein großer Seehafen war, berühmt durch die Ria, das Hafengebiet, eine Lagune, die Aveiro mit dem Meer verbindet. Die Stadt wird von Kanälen durchzogen, die die bunten Molceiros, die typischen Seetangboote bis ins Zentrum bringen.
Sehenswert sind die Kathedrale aus dem 15.-18. Jahrhundert, das gotische Wegekreuz, die Misericordia-Kirche und die Kapelle S. Bartolomeu (mit rundem Grundriss). Ausserdem sind die Kirchen Santo Antonio und S. Gonçalo, die beide aus dem 18. Jahrhundert stammen und das Regionalmuseum im alten Jesuskloster, in dem sich unter anderem auch ein Gemälde der Prinzessin Santa Joana befindet, erwähnenswert.

Batalha
Das Kloster Santa Maria da Vitoria in Batalha aus dem 14.-16. jahrhundert ist ebenso wie das Kloster in Alcobaca von der UNESCO zum Weltkulturgut erklärt worden. Es ist ein Meisterwerk der Gotik in Portugal.
Das Kloster wurde zum Dank für den militärischen Sieg bei der Schlacht von Aljubarrota errichtet, durch den Portugal seine Unabhängigkeit von Kastilien sichern konnte. Anhand der beeindruckenden Ornamentik dieses Bauwerks mit prächtigen Fensterbildern, lässt sich die Entwicklung des gotischen Stils verfolgen, bis zu seiner spezifisch portugisischen Ausprägung, der Manuelinik.
Hervorzuheben sind die Kapelle der Gründer namens Capela dos Fundadores mit ihren schönen bunten Fenstern, den Kreuzgängen, den unvollendeten Kapellen im manuelinischen Stil und dem Kapitelsaal.

Caldas da Rainha
Caldas da Rainha - ca. 90 km nördlich von Lissabon und rund 10 km von der Atlantikküste entfernt - ist eines der bedeutendsten Heilbäder Portugals. Die 34,5 °C warmen Schwefelquellen helfen insbesondere gegen rheumatische Beschwerden. Der Überlieferung nach soll Königin Leonor, die Gemahlin von Joao II., die Quellen im Vorbeifahren entdeckt haben: Sie sah, wie einfache Bauern in dem Wasser Linderung gegen ihre Gelenkschmerzen suchten. Angeblich opferte Leonor ihr Geschmeide und gründete im Jahr 1484 ein Badehospital, das sie selbst mehrmals aufsuchte. Aus dieser Entstehungsgeschichte erklärt sich der heutige Name des Ortes Caldas da Rainha, "die warmen Quellem der Königin".

Coimbra
Coimbra ist eine der ältesten Universitätsstädte Europas. Außerdem Geburtsort von sechs Königen und Hauptstadt Portugals von 1139 bis 1256. Was von ihrer reichen geschichtlichen Vergangenheit zeugt. Hoch über der Stadt steht die Universität mit ihrem bekannten Turm, samt ihrer prunkvollen Bibliothek und der Skulpturengruppe im Barockstil.
In den angrenzenden Vierteln befinden sich die Kathedrale Se Velha, der romanische Dom und das Museum Machado de Castro mit einem römischen Kryptoportikus sowie einer Figur der Jungfrau mit Kind. In den alten mittelalterliche Strassen können Sie das Kloster Santa Cruz, welches 1131 gegründet wurde, die Santiago Kirche und das Kloster von Celas (13. Jahrhundert) besichtigen. Am anderen Ufer des Mondego befindet sich Santa Clara-Nova, ein barockes Kloster aus dem 17.Jahrhundert.
Jedes Jahr im Juli finden die Festas da Rainha Santa statt. Als Souvenir bietet sich das handbemalte Geschirr aus Coimbra an.


Fátima
Fatima hat seinen Namen von einer maurischen Prinzessin des 12. Jahrhunderts und ist seit 1917 der Zielort großer Pilgerfahrten, ein bedeutendes Zentrum des Marienkultes.
Die Höhepunkte sind im Mai und Oktober. Am 13. Mai 1917 bis in den Oktober hinein erschien drei Hirtenkindern eine Frau, die sich als 'Mutter des Rosenkranzes' ausgab. Das Phänomen wurde am 13. Oktober von einer riesigen Menschenmenge, die sich dort versammelt hatte bestätigt. Seit dem kommen Viele Gläubige alljährlich an dieser Pilgerstätte zum Gebet zusammen.
Besuchen Sie die um das 20. Jahrhundert erbaute Basilika und die kleine bescheidene Kapelle der Erscheinungen.

Leiria
Leiria, die Stadt mit ihrem stillen Charme. Von der Höhe eines felsigen Berges beherrscht die mittelalterliche ehrwürdige Burg die Stadt.
Wichtige, sehenswerte Bauwerke sind, die Kathedrale aus dem 16.-17. Jahrhundert in der Sie auch ein Archäologischem Museum besichtigen können, die romanische Kirche S. Pedro, die gotische Kirche Nossa Senhora da Pena und die Kirche Nossa Senhora da Encarnaçao.

Óbidos
Die mittelalterlichen Stadtmauern umgeben diesen wunderschönen Ort mit weissen Häusern. Obidos ist ein liebevoll erhaltener mittelalterlicher Ort. Der Ortskern ist von einer begehbaren Wehrmauer umgeben.
Die ehemalige Sarazenenburg ist heute eine noble Pousada. Sehenswert sind die Kirchen Nossa Senhora do Carmo im romanisch-gotischen Stil, Santa Maria im Stil der Renaissance, mit Malereien der portugiesischen Malerin Josefa de Obidos, die Misericordia-Kirche aus dem 15.-18. Jahrhundert und S. Pedro aus dem 18. Jahrhundert.
Der Ort liegt an einer Lagune und bevor die Bucht versandete lag Obidos am Meer.


Tomar
Das Wahrzeichen dieser Stadt ist das Christuskloster (12.-16.Jahrhundert, Weltkulturgut). Diese einzigartige Klosteranlage hat eine symbolische Form, sieben Kreuzgänge und das berühmte manuelinische Fenster. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Templerordensburg (12.Jahrhundert), die Kirchen Santa Maria do Olival (gotisch), Nossa Senhora da Conceiçäo (Renaissance) und S. Joao Baptista (manuelinisch) und die Synagoge aus dem 15.Jahrhundert.
Tomar gehört mit 20.000 Einwohnern zu den mittelgroßen Städten Portugals, wie zweigeteilt wirkt es durch den Fluß Nabão. Überragt wird die Stadt durch die alte Templerburg Convento do Cristo, eines der Glanzstücke manuelinischer Baukunst. Obwohl schon zur Zeit der Römer besiedelt, beginnt die Geschichte von Tomar mit der Reconquista und der Befreiung von Santarém. Da die Templer dabei eine besondere Rolle spielten, überließ ihnen Dom Afonso Henriques 1159 das Castelo de Ceras und Ländereien. Aus strategischen Gründen aber begann der Großmeister der Templer, Dom Gauldim Pais, 1160 mit dem Bau einer Burg auf dem Hügel über der heutigen Stadt. Der Ort, der am Burghügel entstand, wurde nach dem maurischen Namen für den Fluß, Tomar, benannt. Die Entscheidung für die Verlegung der Burg erwies sich als richtig, denn sie konnte von den Arabern nicht mehr eingenommen werden.

 

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